Commodore´s Kuriositäten und Seltenheiten

Alles was die Welt leider nur zum Teil und manchmal auch zum Glück nicht gesehen hat
Wie jede Firma hatte auch Commodore eine eigene Entwicklungsabteilung, die darauf bedacht war der Konkurrenz immer einen Schritt voraus zu sein. Zudem natürlich auch immer die Wünsche der Kunden im Kopf, wurden sehr gute Geräte entwickelt die aber aufgrund mangelnder Marktnachfrage nur in geringen Stückzahlen verkauft wurden. Dazu die Geräte die zum Glück nie oder nur kurz erschienen sind. Und natürlich der allseits begehrte Nachfolger des C 64 - der Commodore 65. Seltene Geräte wie der Amiga 1000, Commodore C 64 in der Ur Version, oder das verunglückte C64GS sind selten heutzutage. Das nur in Japan vertriebene VIC 10 wäre ohne Internet wohl hierzulande kaum bekannt. Vielen Dank an Pentagon, Kuto und die anderen Internet Museen, die mir freundlicherweise Ihre Bilder zur Verfügung gestellt haben.

MOS KIM I

Vor der Übernahme von MOS durch Commodore erschien der programmierbare Computer KIM1. Mit 1 KB RAM, Taschenrechner ähnlichem Keyboard ist er kaum das was man einen Computer nennt. Und doch ist er sozusagen der Urvater des PET 2001.

Commodore 64 "Ur" Version

Hier ein Bild der ersten C 64 Reihe. Erkennbar an den braunen F-Tasten und den kantigen Tasten. Dieses Modell war auch im Commodore Handbuch zu finden. Erst die späteren C 64 hatten dann den bekannten Regenbogen Balken und die grauen F-Tasten. 

Commodore 65

Hier der Commodore 65. Eingebautes 3,5 Zoll Floppy, bis zu 4096 Farben, 128 KB RAM, 128 KB ROM, Stereo SID. Als Nachfolger des C 64 konzipiert, war er bereits serienreif entwickelt. Allerdings machte die Insolvenz dem Commodore 65 eine erfolgreiche Karriere unmöglich. Die Reste wurden aus der Insolvenz Masse verkauft und sind heute gesuchte Sammlerstücke. Allerdings ist fraglich in welche Nische der C 65 im Jahre 1990 noch gepasst hätte. Der Amiga 500 war besser, und der Commodore 128 hatte sich auch nicht gut verkauft.
Die Anschlüsse auf der Rückseite von links an : Video, TV Modulator, RGB Anschluss, Chinch Audio Ausgänge, USER Port, Seriell und Expansion Port.
Hier Power Anschluss, Power Schalter, Joystick Ports und Reset Knopf.
Das Board hat Ähnlichkeit mit dem des Amiga 600. Zu sehen der VIC III, ein 65CE02 Prozessor und der Stereo SID. ROM und RAM sowie die CIA´s sind der Rest. Der untere Anschluss ist für eine Speichererweiterung vorgesehen worden. Ganz oben rechts der Anschluss für das interne Diskettenlaufwerk.

Australiens C 64

Hier der C 64 Umbausatz für ein alternatives Gehäuse aus Australien. Damit konnte dem C 64 Brotkasten ein moderneres Gehäuse verpasst werden. Ähnlichkeiten mit dem C 64 C sind vorhanden.

 

Floppy 1541 mit Spar Label

Diese Variante der 1541 ist während einer Phase erschienen wo 1541 aus Hong Kong  und Deutschland rar waren. So wurden alle verfügbaren Reste zusammengebaut und mangels Labels einfach dieses Spar Label verwendet. Verkauft wurden diese Geräte gerüchteweise durch das Technische Kaufhaus Brinkmann, leider sind da keine genauen Fakten bekannt. Floppy im Eigentum von C64DOC.

1541 Urversion neuem Label

Hier eine neue Variante der Resteverwertung seitens Commodore. Eine 1540 (lt. Label hinten) mit 1541 ROM und 1541 Label vorne dran. Das Gehäuse ist definitiv das einer 1540 oder Ur1541 (es fehlt das Commodore Logo oben im Gehäuse). 

Taihaho Floppy

Hier die seltene Taihaho Floppy. Ein Clone der 1541 Floppy. Auch verwendbar als Apple Floppy. Die Elektronik und Mechanik sind getrennt.

Wie häufig bei Raritäten ist nicht viel darüber bekannt. Floppy im Besitz von C64DOC.

Drean C 16 / C 64 / C 64 C / C 128

Einmalig dürften wohl die C 64 der argentinischen Firma Drean sein. Einzige Firma die ihr Firmensymbol neben das von Commodore setzen durfte. Technisch ansonsten gleich. Hier ein Drean C 64 C. Danke an www.homecomputer.de für das Bild.

C 64 Game System

Eine der fragwürdigen Entwicklungen von Commodore. Man nehme einen C 64, streiche die Tastatur und lege den Modulschacht nach oben. Fertig ist das C 64 Game System. Eine Spielkonsole. Ausgeliefert mit einem Modul auf dem 3 Spiele zu finden waren. Außer dem Verkauf in den Niederlanden und England hier selten zu finden. Später wurde ein weißer Brotkasten mit Joystick und 3 in 1 Spielemodul als C 64 GS verkauft.

Commodore PET 64 / 4064

Der PET 64 sollte Apple aus den Schulen vertreiben. Da die Apple Computer damals recht teuer waren, bot die Firma Commodore den PET 64 für Schulen an. War nur das Problem das die C 64 den Ruf als Spielecomputer hatten und leicht aus den Schulzimmern geklaut werden konnten. Abhilfe schaffte hier ein Gehäuse aus alten CBM Zeiten. C 64 rein, Monitor rein und das ganze wog dann dank des Metall Gehäuses locker 20 KG. Ob dieser Computer allerdings ein großer Erfolg an Schulen war ist ungewiss. Das ROM wurde geändert damit der schwarz/weiß Monitor ein besseres Bild lieferte. Alle Anschlüsse des C 64 sind hier auf der rechten Seite vorhanden.

Commodore 1572

Hier die 1572. Wie der Name schon vermuten lässt eine doppelte 1571, untereinander völlig unabhängig. Leider existieren nur ein Photo, welches Mal auf einer Messe geknipst wurde. Ob es sich dabei um ein Mock-Up handelte oder um einen Prototyp weiß niemand. Das Photo hier ist ein gerendertes Modell.

Commodore CDTV CR

Als kostengünstige und weiterentwickelte Version des CDTV gedacht. Diesmal allerdings mit integriertem Diskettenlaufwerk, verbessertem Display und Schublade für das CD Laufwerk. Das Board ist eher am Amiga 600 angelehnt, CDTV Zusätze funktionierten nicht mehr. Allerdings vom Design her eher langweilig. Außer ein paar Prototypen existieren keine Geräte, es wurde nie auf dem Markt veröffentlicht.

Commodore 64 Gold

Im Jahre 1986 wurde eine Reihe goldener C 64 aufgelegt, um Sie bei einer Feier anlässlich des Millionsten C 64 an hohe Persönlichkeiten zu verschenken. Auf einer Plexiglasscheibe montiert und mit handschriftlicher Seriennummer sind sie heute gesuchte und wertvolle Sammlerstücke. Auch Fälschungen sind schon in diversen Auktionshäusern aufgetaucht. Die offizielle Stückzahl von 150 Stück ist unbestätigt, es existieren anscheinend mehr Geräte.

Commodore VIC 10 Max Machine

In Japan erschien 1984 der VIC 10, ein C 64 in einem Spargehäuse ohne User - und seriellen Port. Nur mit Datasette und Modulen konnte gearbeitet werden und die Folientastatur (Belegung gleicht der vom C 64) besiegelten das schnelle Ende dieses Computers. In Japan als Max Maschine, in den USA als Ultimax beworben.

Tesa SX 64

Als eine wahrliche Kuriosität kann der umgebauten SX64 von Tesa gelten. Diese Geräte wurden von Aussendienstmitarbeitern der Firma Tesa verwendet. Umgebaut von der Firma ACOS in Hamburg haben diese Geräte nur noch wenig mit einem normalen SX 64 gemein. Grünmonitor ohne Einstellmöglichkeit statt Farbmonitor, eigenes ROM mit Tesa Software, kein SID. Wie sichtbar fehlen auch die Regler für den Monitor und Lautstärke. So waren Sie für den Einsatz unterwegs gemacht. Kostete ca. 10.000 DM im Jahre 1985. Einige der Geräte sind im Besitz von C64DOC. Auch dieses Gerät ist sein Eigentum.

 

Hier zu sehen das der Name Commodore nirgends erwähnt wurde. 
Danke an den User aus der FB Gruppe für die Fotos. Er möchte nicht genannt werden, das respektiere ich.

Commodore V 364

In der 264 Reihe (Plus/4 und C 16) gab es auch dieses Top Modell. Mit integriertem Sprach Synthesizer, 10er Block auf der Tastatur sowie mehr ROM. Nur 3 funktionierende Prototypen existieren, das Modell ist wieder ein super gerendertes 3D Modell von www.kuto.de.

Commodore Amiga 1000

Der Amiga 1000. Ein Traum eines jeden Grafikers und Computer Fans Mitte der 80er Jahre. So bot er die bis dato beste Grafik, Stereo Sound und das ganze in einem schicken Gehäuse. Das ganze wurde durch 3 spezielle Custom Chips erreicht, die die Grundlage eines jeden Amiga werden sollten. Warum soll sich die CPU um alles kümmern, wenn spezielle IC´s das besser können. Ein Konzept, das es heute noch beim PC gibt.

Anfangs sehr teuer, erst mit dem Amiga 500 und 2000 konnte Commodore damit Geld verdienen. Aber der Marketing Effekt war absolut unbezahlbar. Eine solch innovative Maschine hatte man zuvor nie gesehen und Commodore konnte damit den Eindruck einer guten Entwicklungsabteilung geben. Aber das stimmt nicht, der Amiga Computer ist eine Entwicklung von Amiga, die zuvor mit dem Lorraine System eine Spielkonsole entwickeln wollte. Finanzielle Schwierigkeiten brachten Atari und Commodore auf den Plan, aber Commodore hatte das größere Glück. Andererseits hatte Tramiel, der zu der Zeit bei Atari war, die Amiga Leute nicht gut behandelt.

Commodore SR4148 R

Hier ein Relikt aus den Anfängen von Commodore, ein Taschenrechner. Zuerst hatte man mit Büromöbeln angefangen, dann mit der Herstellung von Taschenrechnern begonnen. Dieses Modell erschien 1980 auf dem Markt.   

Commodore Tastatur

Nach der Insolvenz von Commodore wurde der Name erst an Escom, dann an Gateway und dann an Tulip verkauft. Außer der Weiterentwicklung des Amiga OS ist in dieser Zeit aber nichts mehr geschehen. Der Name Commodore wurde aber auch von NoName Firmen verwendet um Ihre Telefone, Walkie Talkies, Rohlinge und jeden anderen Schrott aufzuwerten. Hier ist eine Tastatur mit dem  Commodore Aufdruck zu sehen. Recht einfach gearbeitet, mit integriertem Lautsprecher und Mikrofon. Lautstärke regelbar und mit Verstärker versehen. Macht sich nett an meinem Emulator PC, auf dem Star Commander (1541 Transferprogramm) läuft.

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